Manchmal muss man gar nicht weit reisen, um einmal um die Welt zu gehen.

Mir haben 2 Tage auf der ITB in Berlin gereicht.

Die größte Reisemesse der Welt ist ein seltsamer Ort. In wenigen Stunden kann man durch Wüsten laufen, an tropischen Stränden stehen, durch alte Städte streifen und mit Menschen sprechen, deren Heimat tausende Kilometer entfernt liegt. Man wechselt nicht die Kontinente, man wechselt einfach nur die Halle.

Für mich fühlte es sich an wie eine echte Expedition.

Die etwas andere Mission

Ich hatte mir diesmal eine kleine persönliche Aufgabe gestellt.

Keine Jagd nach Prospekten. Keine Jagd nach Deals.

Ich wollte etwas anderes finden. Das schönste Lächeln der Messe.

Also bin ich losgezogen. Mit Kamera, offenen Augen und einer einfachen Frage im Kopf: Wer sind die Menschen hinter all diesen Ländern?

6,5 Kilometer später – so viel zeigte mein Schrittzähler bereits mittags – hatte ich tatsächlich einmal die Welt umrundet. Zumindest gefühlt.

Ich war in Afrika, in Asien, in Südamerika, in Europa und irgendwo dazwischen.

Und überall traf ich Menschen, die etwas gemeinsam hatten.

Sie haben mit mir gelacht.

Lächeln versteht jede Sprache

Ein Lächeln ist wahrscheinlich die ehrlichste Form der Kommunikation, die es gibt.

Es braucht keine Übersetzung, keine Diplomatie und keine politischen Erklärungen.

Es funktioniert einfach.

Auf der ITB standen Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern nebeneinander. Kulturen, Religionen, Lebensrealitäten – alles, was uns normalerweise trennt.

Und trotzdem passiert etwas Magisches.

Jemand schaut in meine Kamera.

Ein kurzer Moment.

Ein Lächeln.

Plötzlich ist da nur noch der Mensch.

Die Welt hinter den Schlagzeilen

Wenn man abends Nachrichten schaut, entsteht schnell ein anderes Bild von unserer Welt.

Konflikte, Krisen, Unsicherheit.

Es fühlt sich manchmal so an, als würde alles aus den Fugen geraten. Nicht nur Bomben, sondern auch die Benzinpreise explodieren.

Aber zwei Tage auf dieser Messe haben mir etwas anderes gezeigt.

Die Welt besteht nicht nur aus Schlagzeilen, sie besteht vor allem aus Menschen.

Menschen, die stolz auf ihre Heimat sind. Menschen, die Geschichten erzählen wollen. Menschen, die sich freuen, wenn jemand wirklich neugierig ist.

Und vor allem: Menschen, die lachen können.

Indien-Jones und die Kunst des Entdeckens

Vielleicht ist genau das der Gedanke hinter Indien-Jones.

Nicht einfach reisen, um Orte zu sehen.

Sondern losziehen, um Gesichter und deren Geschichten zu entdecken.

Nicht die großen Reiseziele sind wichtig , sondern die kleinen Momente und Begegnungen. Gespräche am Rand eines Standes. Ein spontanes Lachen. Ein Blick hinter die Kulissen eines Landes.

Reisen beginnt nicht mit einem Flugticket.

Reisen beginnt mit Neugier. Mit der Bereitschaft, Menschen zuzuhören. Mit der Offenheit, eine Kultur wirklich wahrzunehmen.

Und manchmal beginnt eine Reise auch einfach mit einem Gespräch auf einer Messe in Berlin.

Aufbruch

Die zwei Tage ITB waren kein Business oder die Jagd nach neuen Zielen.

Sie waren eher ein Anfang. Ein Anfang für neue Ideen, neue Kontakte und vielleicht auch neue Reisen.

Ein paar Orte haben meine Aufmerksamkeit besonders geweckt. Einige Gespräche sind noch lange nicht zu Ende geführt. Und irgendwo zwischen all den Hallen sind Gedanken entstanden, die vielleicht bald zu neuen Expeditionen werden.

Nicht im Sinne eines Films, sondern im Sinne eines Reisenden.

Die Welt kann immer noch lächeln

Am Ende nehme ich vor allem eines mit aus diesen zwei Tagen. Die Welt ist größer als die Schlagzeilen, die wir jeden Tag lesen. Und sie ist um so viel mehr freundlicher.

Man muss nur losgehen. Menschen treffen. In ihre Gesichter schauen.

Denn egal aus welchem Land jemand kommt – ein Lächeln erzählt immer eine gute Geschichte.

Und vielleicht ist genau das der beste Grund, weiter zu reisen. Alle Bilder findest du hier: ITB 2026